Der Juni war der viertwärmste der österreichischen Messgeschichte mit einer extremen Hitzewelle gegen Ende des Monats. Der schwarze Holunder, Robinie und Weinrebe sind verblüht, die erste Heuernte eingebracht, sowie die Früchte der Süßkirsche sind gereift. Damit ging der Frühsommer zu Ende. Er lag mit einer Abweichung von 6 Tagen im Vergleich zum langjährigen Mittel von 1991 bis 2020 und mit rund 16 Tagen im Vergleich zum langjährigen Mittel von 1961 bis 1990 deutlich zu früh. Mit der Fruchtreife der Ribiseln befinden wir uns derzeit im phänologischen Kalender im Hochsommer.
Die Fruchtreife der Süßkirschen war dieses Jahr besonders früh. Im Österreich-Mittel setzte diese im Zeitraum 1991–2020 am 13. Juni ein, dieses Jahr hingegen bereits am 30. Mai. Vor allem die warme Witterung Ende Mai dürfte das Reifen der Süßkirschen beschleunigt haben. Der Blühbeginn der Winterlinde verfrühte sich um fünf Tage. Der Blühbeginn der Weinrebe begann dieses Jahr leicht verspätet (+ 1 Tag). Die Reife der Ribisel liegt genau im Durchschnitt von 1991 bis 2020.
Phänologische Einordnung - Juni 2026
| Abweichung zum Mittel 1991–2020 | Platzierung (von früh zu spät) | |
|---|---|---|
| Blühbeginn Weinrebe (seit 1928) | +1 Tage | 36. |
| Fruchtreife Süßkirsche (seit 1929) | −13 Tage | 4. |
| Fruchtreife Ribisel (seit 1929) | 0 Tage | 23. |
Weitere phänologische Erscheinungen
| Phase | Eintrittsdatum | Abweichung vom Mittel 1991–2020 |
|---|---|---|
| Blühende Schwarzer Holunder | 02. Juni 2026 | k. a. |
| Blühbeginn Winter-/Steinlinde | 06. Juni 2026 | -5 Tage |
| Milchreife Weizen | 08. Juni 2026 | -12 Tage |
Stand der phänologischen Jahreszeiten
| Jahreszeit | Mitte der Jahreszeit | Abweichung vom Mittel 1961–1990 | Abweichung vom Mittel 1991–2020 |
|---|---|---|---|
| Vorfrühling | 21. Februar 2026 | -14 Tage | -6 Tage |
| Erstfrühling | 31. März 2026 | -13 Tage | -7 Tage |
| Vollfrühling | 15. April 2026 | -12 Tage | -5 Tage |
| Frühsommer | 17. Mai 2026 | -16 Tage | -6 Tage |
Hinweis:
Für die angegebenen Österreich-Mittel werden zur Vergleichbarkeit die Beobachtungen zunächst mittels multipler Regression (Höhe, geografische Länge und Breite) auf eine Station mit den fiktiven Koordinaten 15° E, 48° N und 200 Metern Seehöhe reduziert und anschließend wird das Mittel gebildet.

