Der Juli war der viertwärmste der österreichischen Messgeschichte. Trotz der Trockenheit ist die phänologische Entwicklung weiterhin etwas verfrüht. So ereignete sich Fruchtreife der Marille im Mittel 4 Tage früher im Vergleich zur Periode 1991-2020. Im Vergleich zum langjährigen Mittel 1961-1990 hat die Reife der Marille um rund 20 Tage früher eingesetzt. Auch Gerste und Weizen konnten heuer laut unseren Daten früher geerntet werden. Hinsichtlich der phänologischen Jahreszeiten befanden wir uns im Juli im Hochsommer. Mit der Fruchtreife des Schwarzen Holunders kündigte sich vereinzelt schon der phänologische Spätsommer an.
Phänologische Einordnung - Juli 2026
| Phase | Abweichung zum Mittel 1991–2020 | Platzierung (von früh zu spät) |
|---|---|---|
| Fruchtreife Marille (seit 1928) | -4 Tage | 11. |
Weitere phänologische Erscheinungen
| Phase | Eintrittsdatum | Abweichung vom Mittel 1991–2020 |
|---|---|---|
| Weizen Vollreife | 01. Juli 2026 | -15 Tage |
| Gerste Ernte | 02. Juli 2026 | -4 Tage |
| Weizen Ernte | 11. Juni 2026 | -8 Tage |
Stand der phänologischen Jahreszeiten
Im Juli befinden wir uns im phänologischen Hochsommer. Die erwartete Höchsttemperatur eines Jahres liegt auf Grundlage des langjährigen mittleren Jahresganges Ende Juli, weshalb der Hochsommer als Fixpunkt angenommen wird und sich dessen Zentrum, weder nach vorne, noch nach hinten verschiebt. Dasselbe gilt für die zu erwartende Tiefsttemperatur eines Jahres im Winter Mitte Januar. Damit sind Winter und Hochsommer astronomisch und klimatologisch fest vorgegeben.
| Jahreszeit | Mitte der Jahreszeit | Abweichung vom Mittel 1961–1990 | Abweichung vom Mittel 1991–2020 |
|---|---|---|---|
| Vorfrühling | 21. Februar 2026 | -14 Tage | -6 Tage |
| Erstfrühling | 31. März 2026 | -13 Tage | -7 Tage |
| Vollfrühling | 15. April 2026 | -12 Tage | -5 Tage |
| Frühsommer | 17. Mai 2026 | -16 Tage | -6 Tage |
| Hochsommer | 20. Juli 2026 | 0 Tage | 0 Tage |
Hinweis:
Für die angegebenen Österreich-Mittel werden zur Vergleichbarkeit die Beobachtungen zunächst mittels multipler Regression (Höhe, geografische Länge und Breite) auf eine Station mit den fiktiven Koordinaten 15° E, 48° N und 200 Metern Seehöhe reduziert und anschließend wird das Mittel gebildet.