Was und wie wird beobachtet?

Die Beobachtungen beziehen sich auf ausgewählte Tiere und drei große Pflanzengruppen:

Wildpflanzen    Landwirtschaftliche Nutzpflanzen    Obst und Weinreben

Aus jeder der drei Gruppen wurde eine Auswahl der für Österreich typischen und weit verbreiteten Pflanzen getroffen, an denen man markante Entwicklungsstufen beobachten kann. Die gesamten Entwicklungsphasen der Pflanzen bilden das phänologische Beobachtungsprogramm der ZAMG.

Alle phänologischen Beobachtungen sollten im Allgemeinen im nahen Umland des Ortes angestellt werden, in dem der Beobachter wohnt bzw. der als "Station" im Auswertebogen bezeichnet ist. Für alle Beobachtungspflanzen gilt, dass sie normal gewachsen und entwickelt sind und dass ihr Standort nur unwesentlich (± 50 m) von der Höhenlage und Exposition der Angabe auf dem Auswertebogen abweicht. Es scheiden auch Beobachtungsgebiete aus, die aufgrund extremer Bedingungen ein Sonderklima aufweisen, z.B. trockener Südhang oder schattige Nordabdachung.

Wünschenswert, aber nicht immer möglich ist es, alle im Meldebogen aufgelisteten Pflanzen zu beobachten. Das natürliche Pflanzenvorkommen wird vor allem in einem Gebirgsland wie Österreich ein limitierender Faktor für die Durchführung des Beobachtungsprogrammes sein. Die exakte Bestimmung der Pflanzenart, der Phase und der Eintrittszeit ist wichtiger als die Menge der gemeldeten Daten.

Die phänologischen Beobachtungen zu einer Pflanzenart sollen über die ganze Vegetationsperiode an derselben Pflanze bzw. an demselben Feld durchgeführt werden.

Falls die Möglichkeit besteht, wäre es gut, die Beobachtung über viele Jahre hinweg an den gleichen Pflanzen (und Standorten) durchzuführen, soweit es sich um mehrjährige wildwachsende Pflanzen und um Obstbestand handelt. Bei Obst ist die Angabe der Sorte unbedingt notwendig.